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Lea mag wieder essen. Sie liest auch schon Zeitung.Tausend Jahre Mecklenburg werden da bejubelt. Konzerte überall. Man erinnert sich der slawischen Herkunft. Sänger,Trödler und Puppenspieler ziehen von Dorf zu Dorf.
Computervernetzt. Vereine haben die Urwüchsigkeit entdeckt oder die Einfachheit oder ein Bruchteil Bescheidenheit, vielleicht auch kosten sie von der Genügsamkeit. Unter freiem Himmel backen sie Brot, weiß sind die
Tischbohlen vom Mehl, kleine Kinder sitzen zwischen den Teigrollen mit nacktem Popo und kullern mit Äpfeln. Handgeformte Teller und Tassen, Schüsseln, Krüge und Figürliches, Blumengestecke, selbstgemachter Honig,
Kräuteressig und Met, Geschnitztes, Geschmiedetes, Gewebtes und Geknüpftes wird feilgeboten. Künstler hüllen sich in härene Gewänder, lassen ihr Haar verfilzen und schlendern barfuß, in ausgefransten Hosen über die
Festspielwiesen. Wenn sie Hunger haben, schlürfen sie vom hölzernen Schöpflöffel einen Schluck Suppe aus verrußtem Kessel über dem offenen Feuer. Eine Fürstenhochzeit soll gespielt und der Glanzpunkt des Jubiläums
werden. Eine Fürstenhochzeit. Welche Spuren der DDR - nach diesen tausend Jahren? Wie bei Dämmerung die Fledermaus mit einem Husch vorbei ist, und man den Kopf hebt ... war das eine?
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